16.12.2016 - Ludger Fitkau berichtet im Deutschlandradio Kultur (Deutschlandfunk) über den Space Slam bei Schader
16.12.2016 - Ludger Fitkau berichtet im Deutschlandradio Kultur (Deutschlandfunk) über den Space Slam bei Schader
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Utopie im Weltraum -

Schwerelos und forschungsstark

 

Space Slam der Schader Stiftung und der ESA

 

14.12.2016 19 Uhr Forum der Schaderstiftung

Goethestr. 2, 64285 Darmstadt

 

Der Weltraum – unendliche Weiten. Die Raumfahrt
birgt  enorme  Erkenntnispotentiale.  Technik-  und 
Naturwissenschaften  erliegen  der  Faszination  ei-
ner ganz speziellen Forschungsumgebung, die ex-
zellente Wissenschaft ebenso wie die Neugier der
Forschenden  herausfordert,  wie  der  Schirmherr 
des Science Slam - Prof. Dr. Jan Wörner, General-
direktor  der  Europäischen  Weltraumorganisation 
(ESA/Paris),  weiß:  „Ins  Unbekannte  vorzustoßen 
ist  fest  in  den  menschlichen  Genen  verankert, 
Neugier und Wissensdrang waren immer ein star-
ker Antrieb.“ Die treibende Kraft der europäischen
Raumfahrt ist die Neugier, doch die Gesellschafts-,
Kultur-  und  Geisteswissenschaften  partizipieren 
bis jetzt nur vereinzelt an diesen Ressourcen und
Herausforderungen.  Fehlt  es  am  Interesse?  Am 
Selbstbewusstsein  der  Disziplinen?  An  mangeln-
den Erfolgsaussichten? Zeit, dass sich was dreht.

Jan  Wörner,  früherer  Präsident  der  Technischen 
Universität   Darmstadt   und   anschließend   Vor-
standsvorsitzender  des  Deutschen  Zentrums  für 
Luft-  und  Raumfahrt  (DLR)  erläutert  seine  Visi-
on des Moon Village: „Wenn ich von ‚Moon Village’
spreche, stelle ich mir keine Wohnhäuser, Kirchen
oder  eine  Stadthalle  vor.  Darum  geht  es  natürlich 
nicht. Meine Idee bezieht sich auf den eigentlichen
Kern  des  Konzepts  eines  Dorfs:  Menschen  leben 
und  arbeiten  zusammen  an  ein  und  dem  selben 
Ort. Der Ort ist in diesem Fall der Mond.“

Natürlich  braucht  es  dafür  Naturwissenschaftler, 
Technikerinnen  und  Ingenieure.  Aber  es  stellen 
sich  auch  ungeahnte  Fragen  auf  den  Feldern  der 
Politikwissenschaft,  der  Geographie,  der  Ökono-
mie oder Soziologie, der Philosophie und Theologie
oder  auch  der  Kulturwissenschaften.  Die  Welt-
raumfahrt fordert – und sei es nur als Vision – die
Möglichkeit,  sich  neu  in  die  Strukturen  des  Ent-
deckens  und  Forschens  einzudenken.  Dafür  bie-
tet  das  Moon  Village  einen  ganz  speziellen  Fokus, 
die vor allen Dingen für gesellschafts-, kultur- und
geisteswissenschaftliche Disziplinen relevant sein
dürfte, denn, so Jan Wörner: „Ein Dorf ist für mich
eine  Ansammlung  von  verschiedenen  Akteuren 
und Aktivitäten.“ Und er verspricht weiterhin: „Die
vermeintlich trockenen Jobs in diesen Feldern sind
ziemlich cool!“

Der Schirmherr
Prof. Dr. Jan Wörner, Generaldirektor der Europäi-
schen Weltraumorganisation (ESA/Paris)

 

 

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