Science Slam Hirnstadt Darmstadt

Der nächste Science Slam in der Hirnstadt Darmstadt:

 

23. 9. 2017 Centralstation

 

Darmstadt, 1.4.2017

 

Warum wir manchmal schwarz sehen

 

 

 

Ohne Aprilscherze, aber trotzdem humorvoll: Der Science Slam in der Hirnstadt Darmstadt startet in der Centralstation

 

 

 

Der Andrang ist groß. Schon zwei Monate im Voraus war der Science Slam zum ersten April ausverkauft. Aber es melden sich auch immer häufiger interessierte Teilnehmer. So kommt es, dass der Deutsche Meister im Science Slam und Neurobiologe Henning Beck aus Tübingen diesmal außer Konkurrenz auf die Bühne tritt. Gründlich räumt er mit allen nur erdenklichen Neuromythen auf. Und wenn er dann auseinander klamüsert, wie unser Gehirn es schafft, Geistesblitze zu beschleunigen, wird er zum regelrechten Neuro-Science-Entertainer.

 

 

 

Auf diesem Gebiet ist in Tübingen auch die Neurologin Wiebke Schick unterwegs. Sie fragt sich, ob es sein kann, dass der Strom im Gehirn unsere Wahrnehmung verändert? Um das zu untersuchen, hat sie extra zwei Nervenzellen mitgebracht. Schließlich wird klar: Wie wir die Welt wahrnehmen, die uns umgibt, ist auch eine Frage der Gehirnströme. Dabei kommt es vor allem darauf an, was wir über die Welt wissen. Das alles ist so eng miteinander verwurstelt, dass uns das eigene Hirn in die Irre führen kann.

 

 

 

Der Laserspektroskop-Artist Matthias Mader aus München ist kein Unbekannter mehr beim Science Slam in der Hirnstadt Darmstadt. Haben wir doch bereits gestaunt, wie er uns zeigte, dass man Nanoteilchen sehen kann. Glücklicherweise verstehen die Zuhörer so viel Bayrisch, dass sie seinen humoristischen Vortrag genießen können. Bei ihm kitzelt das Photon das Elektron – so lange, bis mit einer speziellen Klonmaschine das Klonen von Photonen gelingt. Da die Photonen aber nicht immer wissen, wo sie hinsollen, handelt er sich damit eine Menge neuer Probleme ein. Mit diesem Vortrag erreicht er am Ende einen der beiden zweiten Plätze.

 

 

 

Den anderen holt sich der Physiker Jens Wehner aus Wiesbaden/Mainz. Er spricht über Beziehungen – und wie sie am besten wieder aufgelöst werden. Doch statt dies an sozio-psychologischen Modellen zu demonstrieren, greift er auf die theoretische Physik zurück. Doch wir können uns entspannen: Wenn ein Photon auf eine Solarzelle trifft und von dieser aufgenommen wird, entsteht ein Elektronenlochpaar. Die Paare binden sich so stark, dass sie sich kaum noch aufbrechen lassen. Dazu braucht es ganz spezielle Moleküle – so dass die freien Elektronen und Löcher anschließend sogar elektrischen Strom produzieren können.

 

 

 

Nach der Pause kommt der Moderator des Abends Alex Dreppec selbst zu Wort. Aus seiner nagelneuen bi-lingualen Gedichtsammlung ‚Tanze mit Raketenschuhen‘ trägt er humorvoll einige Preziosen vor. Dabei kommt dem Diplom-Psychologen und Erfinder des Science Slam sicher seine langjährige Erfahrung als Poetry Slammer zugute.

 

 

 

Ganz neu auf der Bühne ist die Geologin Ariadne Djahansouzi. Es ist geradezu unglaublich, wie viele verschiedene Mineralien und Stoffe sich in gewöhnlichem Stein verbergen. Nur selten wagen sich Expertinnen endogener und exogener Geologie auf die Podien der Science Slammer. Umso erstaunlicher erscheint ihre witzige Präsentation der unterschiedlichsten Gesteinseigenschaften.

 

 

 

Ein weiteres im Bereich Science Slam eher selten vertretenes Gebiet repräsentiert der Germanist Simon Hauser aus Marburg. In einer leibhaftigen Mönchskutte präsentiert er mittelalterliche Texte, die er aus dem Lateinischen oder Griechischen ins Deutsche überträgt.

 

 

 

Auch Mathematiker verirren sich eher selten auf Science-Slam-Bühnen. Anastasia August aus Karlsruhe trägt jedoch bereits einige Skalps renommierter Veranstaltungen am Gürtel. Am Samstag spricht sie über Farben. Offensichtlich versenden diese nicht dermaßen subjektive Strahlen, wie unsere unvollkommenen Augen uns suggerieren wollen. Interessanterweise ist das der Evolution schnell klar geworden, so dass beispielsweise Eisbären ein weißes Fell und schwarze Haut entwickelt haben. Das kam beim Darmstädter Publikum so gut an, dass es Anastasia August zur Siegerin des Abends kürte.

 

 

 

Marc Mandel.

 

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